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Forschungsprojekte zu COVID-19 an der Ruhr-Universität Bochum
9. Juni 2021
Forschungsprojekte zu COVID-19 an der Ruhr-Universität Bochum

Forschungsprojekte zu COVID-19 an der Ruhr-Universität Bochum

Gemeinsam gegen das Coronavirus

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, welches die Lungenerkrankung COVID-19 auslöst, stellt das politische System in Deutschland und der Welt vor große Herausforderungen. Wissenschaftler:innen der RUB beteiligen sich mit diversen Projekten an Forschungstätigkeiten und Maßnahmen, um die Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion besser zu verstehen und die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Forschungsprojekte und Publikationen zu COVID-19 an der RUB.

Auch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft beteiligt sich mit dem Forschungsprojekt COMPliaNCE – Computergestützte Bewertung von politischen Entscheidungen während einer Pandemie an einem fachübergreifenden Forschungsteam der RUB. COMPliaNCE hat das Ziel die Komplexität von Pandemien aus einer integrierten multidisziplinären Perspektive zu untersuchen, indem es sich auf Beiträge aus Ökonomie, Ethik, Psychologie und Virologie stützt. Es trägt zu einer fundierten modellbasierten Politikgestaltung bei, indem es die möglichen Folgen alternativer Politikszenarien analysiert. Es werden verschiedene sozio-ökonomische Szenarien entwickelt und verwendet, um die Effektivität verschiedener Politik-Mixe zu testen, um die Pandemie zu bekämpfen und die wirtschaftliche Erholung anzugehen.

Hauptziele:

  1. Die Entwicklung eines agentenbasierten Modells und dessen Anwendung zur Analyse der virologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen und der Effektivität verschiedener politischer Interventionen zur Bekämpfung von Epidemien wie der derzeitigen SARS-CoV-2-Pandemie. Insbesondere konzentrieren wir uns darauf, wie die Regierung die Effektivität der Interventionen durch geeignete Kommunikationsstrategien erhöhen kann. Das Modell wird mit Daten aus dem Ruhrgebiet empirisch validiert.
  2. Die Untersuchung der psychologischen Grundlagen effektiver politischer Interventionen. In einer Demokratie ist es weder möglich noch wünschenswert, die Interventionen nur mit Gewalt durchzusetzen. Die freiwillige Befolgung der verordneten Maßnahmen ist entscheidend für deren Wirksamkeit. Wir erforschen daher, wann und warum sich die Menschen an die Restriktionen zur Pandemiebekämpfung halten.
  3. Die Untersuchung der virologischen Grundlagen effektiver politischer Interventionen. Um effektive Gegenmaßnahmen zu entwickeln, ist es notwendig, das Auftreten aktiver Virusinfektionen und die Entwicklung von Antikörperreaktionen zu verstehen. Dieses Wissen ist wichtig, um zu erkennen, welche Maßnahmen aus medizinischer Sicht empfehlenswert sind, um gefährdete Gruppen zu identifizieren und um den Verlauf der Pandemie vorherzusagen.
  4. Die Untersuchung der ethischen Zielkonflikte während der Pandemie. Das Gesamtziel des ethischen Projekts ist es, Kriterien für eine fundierte moralische Bewertung verschiedener Politiken und Politikoptionen bezüglich der Corona-Pandemie zu entwickeln. Diese werden auf die Politiksimulationsszenarien angewandt.

Das fächerübergreifende Projekt wird nützliche Daten und theoretische Instrumente bereitstellen, die die öffentliche Politik bei der Bewältigung von Pandemien, wie der aktuellen COVID-19-Pandemie, leiten können. Die Daten werden aus der Labor- und Feldforschung in der Virologie und Sozialpsychologie gewonnen. Die theoretischen Instrumente sind das agentenbasierte Modell, das mit den generierten Daten validiert und als Politiksimulator verwendet wird, sowie die ethischen Kriterien zur Bewertung verschiedener Politikoptionen mit widersprüchlichen Zielen.

Kontakt:

Prof. Dr. Wilhelm Hofmann – wilhelm.hofmann@rub.de (Sozialpsychologie)

Prof. Dr. Michael Roos – michael.roos@rub.de (Makroökonomik)

Dr. Paola D’Orazio – paola.dorazio@rub.de (Makroökonik)

Prof. Dr. Klaus Steigleder – klaus.steigleder@rub.de (Angewandte Ethik)

Prof. Dr. Eike Steinmann – eike.steinmann@rub.de (Virologie)

Förderung:

COMPliaNCE wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist ein multidisziplinäres Projekt der Abteilungen für Sozialpsychologie, Makroökonomik, Angewandte Ethik und Molekulare und Medizinische Virologie.

Presse:

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